Urheberrechtlich geschützte Bilder meiden

Screenshot von einem laufendem Video und dann mit einer Comic-Software abgeändert

Wer schon einmal wegen eines Bildes abgemahnt wurde, das „irgendwie urheberrechtlich geschützt“ war, der macht sich seine Gedanken, wie er das in Zukunft vermeiden kann. Abmahnungen helfen somit auch Ihrer Kreativität auf die Sprünge.

Nützliches Plugins

Betreiber von WordPress-Websites haben die Möglichkeit, ein Plugin zu installieren, mit dem man die Herkunft der Bilder angibt. Ist man in der Mediathek seiner Website, erinnert das Plug einen daran, dass bei manchen Bildern die Bildquelle nicht angegeben wurde. So ein Plugin könnte beispielsweise das kostenlose „Image Source Control – Verwaltung von Bildquellen“ von Thomas Maier sein. Dieses Plugin erzeugt zugleich auch immer eine Art schlechtes Gewissen, wenn man fremde Bilder nutzt.

Kostenlose Bilderdienste

Es gibt Plattformen, die kostenlose Bilder zur freien Verwendung anbieten. Nicht immer muss man die Quelle der Bilder angeben, aber man sollte dies schon aus Respekt und Dankbarkeit gegenüber diesem großzügigen Fotografen tun.

Drei Beispiele:

Pixabay

Pexels

PxHere

Es gibt noch mehr Bilderdienste, man muss halt nur danach suchen. Findet man nicht auf Anhieb das passende Bild auf Pixabay, Pexels oder PxHere, kann man auch eine andere Sprache bei der Suche verwenden, um bessere Treffer zu erlangen.

Google als Gefahr

Dann gibt es da noch Google. Dort konnte man bis 2020 gezielt nach Bildern suchen. Man musste allerdings die „erweiterte Suche“ unter „Einstellungen“ verwenden und bei „Nutzungsrechte“ »Creative-Commons-Lizenzenden« (früher „frei zu nutzen, weiterzugeben oder zu verändern – auch für kommerzielle Zwecke“) auswählen. Aber unbedingt auch darauf achten, dass die Bilder wirklich verwendet werden dürfen! Die Nutzung von Bildern, die bei Google rausgesucht wurden, bergen immer mehr Gefahren.

Bei den Bildern auf Pixabay, Pexels und PxHere steht die Information meistens rechts neben dem Bild. Die Auswahl wird zwar stark eingeschränkt, aber immerhin. Die Bildquelle müssen Sie eventuell dennoch angeben!

Kreative Alternative YouTube

Was kaum einer auf dem Schirm hat, ist YouTube. Dort kann man den gewünschten Suchbegriff eingeben. Dann sucht man sich ein passendes Video raus, wartet bis in einem laufenden Bild der perfekte Ausschnitt ist und erzeugt dann einen Screenshot. Diesen Screenshot fügt man dann in Paint ein und passt entsprechende die Größe an. Als Bildquelle gibt man dann „Screenshot Video“ an. Solche Bilder lassen sich zumindest nur sehr schwer über Bildabgleiche entdecken. Spiegelt man das Bild, wird es schwerer. Nutzt man zusätzlich eine Bildbearbeitungssoftware, wird es noch schwerer.

Ausschneideprogramme

Wenn man über ein Ausschneideprogramm verfügt, dann kann man einen Panzer aus der Wüste in die Innenstadt von Berlin versetzen. Wenn der Panzer Nummernschilder oder andere Identifikationen aufweist, werden sie unkenntlich gemacht.

Gespiegelte und zusätzlich veränderte Bilder sind auch schlecht durch entsprechende Suchmaschinen zu finden.

Comic-Software

Es gibt Bildbearbeitungsprogramme, die aus Bildern beispielsweise Comics machen. Eine kreative Lösung zur Erzeugung „eigener“ Bilder. Manche Bilder sehen so dann sogar besser aus, als die Originalen.

Hat man ein Bild abgeändert oder aus drei Bildern (durch geschicktes Schneiden) Eines gemacht, dann gibt man als Bildquelle „Eigene Bildcollage“ an. Eine gewisse Grauzone.

Notlösungen sind manchmal alternativlos

Man nutzt fremde Bilder, weil einem das Geld für Bilder für Fotografen fehlt. Kauft man dennoch ein Bild bei einem Bilderdienst, dann kann es trotzdem passieren, dass man abgemahnt wird, weil die Erlaubnis zur Nutzung nur X Monate betrug oder der Fotograf etwas gegen die Website hat, auf der das Bild genutzt wird.

Die meisten Bilder verfügen über „Metadaten“. Über sie lassen sich Bilder eindeutig identifizieren. Es gibt jedoch die Möglichkeit sämtliche Metadaten zu löschen. Wenn sich aber ein Fotograf oder eine Agentur die Mühe gemacht hat, ein Bild entsprechend abzusichern, dann will er nicht, dass sein Bild „geklaut“ wird. Von solchen Bildern sollten Sie Abstand nehmen!

Ein sehr gutes Video zum Thema Bildnutzung gibt es von WBS – Die Experten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Selbsthifegruppe

Die ideale Lösung wäre eine Bilderplattform, auf der viele Fotografen, Webseitenbetreiber und Hobbyknipser ihre Bilder bereitstellen und kleine Website-Betreiber pauschal einen kleinen Jahresbeitrag (10 Euro) bezahlen, um diese Bilder kostenlos für ihre Website nutzen zu können.  Vielleicht ist ja ein Leser hier so lieb / geschäftstüchtig / hilsbereit und baut so einen Bilderdienst auf…